Umsatz pro Terminstunde

Der Umsatz pro Terminstunde ist – neben der Wiederkehrerquote – die wohl zweitwichtigste Zahl, die man sich anschauen sollte und mit der man in unserem Szenario-Rechner (weiter unten) sehr viel Verständnis über Preiskalkulation bekommt. Zunächst sagt die Zahl aus, wie viel Umsatz man aus einer Stunde Dienst an der Kund:in raus holt – egal wie viele Kund:innen oder Leistungen. Die Zahl ist auf eine Stunde genormt und damit wird jeder Betrieb vergleichbar miteinander.

Aktuelle Zahlen für Jun 26

Umsatz pro Terminstunde

71,40 €
Ø Umsatz pro Stunde aktiver Kundenzeit

Einordnung

Der Stundenumsatz ergibt sich aus Terminpreisen, Dauer und Zusatzverkäufen – er zeigt, wie wirtschaftlich Termine genutzt werden.
💡 Der Umsatz pro Terminstunde beschreibt ausschließlich die Zeit, in der aktiv Leistungen am Kunden erbracht werden – Pausen oder Leerlaufzeiten sind nicht enthalten.

Entwicklung Umsatz pro Terminstunde über mehrere Monate

Szenario-Rechner
Beispielrechnung auf Basis der Branchenkennzahlen (Leistungs-/Produktanteil aus dem Ø Bon, MwSt pauschal 19%).
Leistungsumsatz pro Terminstunde (brutto)
… pro Terminstunde (netto)
Bei 80% Auslastung: Umsatz pro Arbeitsstunde (netto)
Entspricht pro Minute Arbeitszeit (netto)
Fazit
Dieses Szenario würde bedeuten, dass ihr am Tag einen Umsatz von netto erzielt. Das entspricht netto pro Arbeitsstunde bei Auslastung und Arbeitsstunden.
Davon müssen die Kosten für Miete, Strom, Wasser, Versicherungen etc. getragen werden.

Abhängigkeiten…

Natürlich hängt der Umsatz pro Terminstunde auch vom Preis ab. Man kann aber auch nicht jeden Preis bei den Kund:innen durchsetzen, da es immer ein Mix aus Preis und Leistung ist und abhängig vom Geschäftsmodell. Beispielsweise kann ein hochwertiges Geschäft mit tollem Service und Ambiente einen höheren Preis realisieren als ein Geschäft, welches auf Geschwindigkeit und Kundendurchsatz fokussiert.

Der Umsatz pro Terminstunde sagt euch also, was ihr verdient wenn ihr an der Kund:in „arbeitet“. Unser Szenario Rechner hilft euch dabei, die Zusammenhänge zu eurem Verdienst pro Arbeitszeit zu sehen. Damit bekommt ein wichtiges Verständnis für die Auslastung.

Und Achtung: Die Auslastung hängt ja ab von Neukund:innen oder Bestandskund:innen. Wenn es jetzt auch noch hauptsächlich Neukund:innen sind um die Auslastung einigermaßen hoch zu halten, ist das enorm schwierig um fortzubestehen als Unternehmen (siehe Wiederkehrerquote).

Zusammengefasst sollte das Ziel in den meisten Fällen also sein: Gute Preise (durch tollen Service und Qualität) bei hoher Auslastung durch hauptsächlich Bestandskund:innen.

Durchschnittliche Termindauer

Die Grafik zeigt die durchschnittliche Dauer von Terminen. Diese kann natürlich sehr unterschiedlich sein – nicht nur nach Branche und Größe des Unternehmens, sondern auch pro einzelnes Unternehmen.

Außerdem – und das ist vielleicht einer der wichtigsten Aspekte: Es macht einfach einen riesen Unterschied, wie lange man für eine bestimmte Dienstleistung benötigt. Und das hat wiederum einen großen Einfluss auf eure Preise.

Empfehlung

Solltet ihr euch damit mehr beschäftigen wollen, empfehlen wir den Dienstleistungsrechner.de mal näher anzusehen. Damit könnt ihr auf einfache Weise eure Kosten kalkulieren und die Zusammenhänge im Geschäft besser verstehen.

Häufige Fragen zum Umsatz pro Terminstunde

Wie viel Umsatz macht ein Friseur oder Kosmetikstudio pro Stunde?

Den aktuellen Branchenwert seht ihr oben auf dieser Seite – normiert auf eine Stunde aktiver Kundenzeit, monatlich neu berechnet aus tausenden Betrieben in Deutschland. Durch die Normierung auf eine Stunde ist der Wert direkt mit eurem eigenen Betrieb vergleichbar, egal wie groß ihr seid oder wie viele Kund:innen ihr bedient.

Was ist der Unterschied zwischen Terminstunde und Arbeitsstunde?

Die Terminstunde zählt nur die Zeit, in der ihr aktiv am Kunden arbeitet. Eine Arbeitsstunde enthält dagegen auch Leerlauf zwischen Terminen, Telefonate, Aufräumen und Verwaltung. Deshalb liegt der Umsatz pro Arbeitsstunde immer unter dem pro Terminstunde – das Verhältnis der beiden ist eure Auslastung. Der Szenario-Rechner auf dieser Seite rechnet euch genau das durch.

Wie berechne ich meinen eigenen Umsatz pro Terminstunde?

Umsatz aus Leistungen und Produkten geteilt durch die Summe der Termindauern in Stunden. Beispiel: 4.800 € Umsatz bei 60 Terminstunden im Monat = 80 € pro Terminstunde. Gutscheine und Trinkgelder bleiben außen vor. In studiolution wird der Wert unter „Statistiken“ automatisch berechnet – sogar pro Mitarbeiter:in.

Wie kalkuliere ich daraus meine Preise?

Rückwärts: Ermittelt zuerst, was eine Terminstunde euch kosten muss (Personal, Miete, Material, Rücklagen, Gewinn), und leitet daraus den nötigen Stundenumsatz ab. Dann prüft ihr pro Dienstleistung: Dauer × benötigter Stundensatz = Mindestpreis. Für die vollständige Kostenkalkulation empfehlen wir den kostenlosen Dienstleistungsrechner.

Warum ist die Termindauer so entscheidend?

Weil sie direkt in eurem Stundenumsatz steckt: Wer für die gleiche Leistung zum gleichen Preis 60 statt 45 Minuten braucht, verdient pro Stunde ein Viertel weniger. Deshalb gehören realistische Termindauern und Preise immer zusammen kalkuliert – eine Preiserhöhung und eine straffere Taktung können denselben Effekt haben.

Was bleibt von einer Terminstunde netto übrig?

Vom Bruttoumsatz gehen zuerst 19 % Umsatzsteuer ab, danach Auslastungsverluste (Leerlauf zwischen Terminen) und die Betriebskosten: Personal, Miete, Material, Energie, Versicherungen. Der Szenario-Rechner oben zeigt euch Schritt für Schritt, was aus einer Terminstunde bei eurer Auslastung pro Arbeitsstunde übrig bleibt – ein realistischer Blick, bevor ihr Preise festlegt.