Gutscheine

Die Statistiken zeigen zwei Werte: a) die Höhe der Gutscheine in EUR und b) den Anteil in %, wie oft ein Gutschein Teil eines Kassiervorgangs war.

Generell kann man sagen, dass Gutscheine stark saisonal getrieben sind ( z.B. Weihnachten). Es gibt aber auch durchaus andere Events wie z.B. Mutter- / Vatertag, Valentinstag, etc. die spannend sind. Betriebswirtschaftlich sind Gutscheine immer gut. Wenn möglich solltet ihr zum einen sehr einfachen Zugang zu Gutscheinen ermöglichen (z.B. über euren eigenen Gutschein Shop) und zum anderen jede Möglichkeit ausnutzen, Gutscheine zu vermarkten.

Aktuelle Zahlen für Jul 26

Ø Gutscheinwert

66,70 €
Durchschnittlicher Gutscheinbetrag

Gutschein-Rate

0,7 %
Anteil an allen Kassiervorgängen

Gutscheine über mehrere Monate (Ø Wert & Rate)

Gutscheine von euch sind etwas besonderes…

Gutschein ist nicht gleich Gutschein. Deshalb müsst ihr in der Vermarktung von Gutscheinen auch hervorheben, was einen Gutschein bei euch so interessant macht: z.B. Seele baumeln lassen, Zeit für sich selber schenken, etc. Ihr seid nicht ein Gutschein vom Müller Markt für ein kleines Spielzeug (sorry Müller Markt ;-)). Ein Gutschein von euch tut gut und ist etwas besonderes. 

Tipp: Natürlich kann man Gutscheine mit Aktionen stärker vermarkten wie z.B. „kaufe einen Gutschein für 100 € und erhalte einen Wert von 110 €“. Solche Aktionen helfen die Vermarktung anzukurbeln. Allerdings sind sie auch ein bereits heute für die Zukunft gewährter Rabatt. Alternativ könnt ihr auch ein Geschenk anbieten – z.B. ein kleines abgefülltes Produkt o.ä. beim Kauf eines Gutscheins. Evtl. macht sogar eure Produkthersteller mit.

Häufige Fragen zu Gutscheinen

Wie hoch ist der durchschnittliche Gutscheinwert im Salon?

Den aktuellen Ø-Gutscheinwert der Branche seht ihr oben auf dieser Seite – getrennt nach Friseur und Kosmetik sowie nach Betriebsgröße, monatlich neu berechnet. Dazu zeigt die Gutschein-Rate, bei wie viel Prozent aller Kassiervorgänge ein Gutschein verkauft wurde.

Wann werden die meisten Gutscheine verkauft?

Klar saisonal: Weihnachten ist mit Abstand der stärkste Zeitraum, gefolgt von Muttertag, Vatertag und Valentinstag. Wer diese Anlässe rechtzeitig bewirbt – im Geschäft, auf Social Media und über den eigenen Gutschein-Shop – nimmt in wenigen Wochen einen erheblichen Teil des Jahres-Gutscheinumsatzes mit.

Warum lohnen sich Gutscheine betriebswirtschaftlich?

Ihr bekommt das Geld sofort, die Leistung wird erst später erbracht – das stärkt eure Liquidität. Dazu bringen Gutscheine neue Kund:innen ins Geschäft, denn Beschenkte sind oft noch nie bei euch gewesen: eine Chance auf dauerhafte Kund:innen (siehe Wiederkehrerquote). Und ein Teil der verkauften Gutscheine wird über dem Gutscheinwert eingelöst.

Sind Rabattaktionen wie „100 € zahlen, 110 € erhalten“ sinnvoll?

Sie kurbeln den Verkauf spürbar an – aber rechnet ehrlich: Die 10 € Differenz sind ein heute gewährter Rabatt auf eine künftige Leistung. Eine Alternative mit gleichem Kaufanreiz, aber geringeren Kosten: ein kleines Geschenk zum Gutschein, etwa ein abgefülltes Produkt – eventuell macht sogar euer Produkthersteller bei der Aktion mit.

Wie verkaufe ich mehr Gutscheine?

Erstens: den Zugang radikal vereinfachen – ein eigener Online-Gutschein-Shop verkauft rund um die Uhr, auch am 23. Dezember um 22 Uhr. Zweitens: im Geschäft sichtbar machen (Aufsteller, Hinweis an der Kasse). Drittens: emotional vermarkten – ein Gutschein von euch ist kein Warengutschein, sondern geschenkte Zeit und Wohlbefinden. Genau das gehört in eure Werbebotschaft.

Was muss ich bei Gutscheinen rechtlich und steuerlich beachten?

Wertgutscheine verjähren regulär nach drei Jahren zum Jahresende – kürzere Fristen sind nur mit sachlichem Grund zulässig. Steuerlich sind nicht eingelöste Gutscheine kein Geschenk: Sie müssen sauber in der Kasse geführt und beim Verfall erfolgswirksam ausgebucht werden. Klärt die Details mit eurem Steuerbüro – ein Kassensystem mit ordentlicher Gutscheinverwaltung ist dafür die Grundlage.