Der Durchschnittsbon gibt an, wie viel Umsatz pro Kassiervorgang im Durchschnitt abgerechnet wird (hier in brutto). Am stärksten wird er beeinflusst durch Preisänderungen, saisonale Effekte (z.B. Weihnachten) und Strategieänderungen im Geschäft.
Aktuelle Zahlen für Jul 26 - gewählte Branche: Friseur
Aktueller Durchschnittsbon
63 €
–
–
Ø Umsatz pro Kassiervorgang
Davon Leistungen
61 €
96% Anteil am Bon
Davon Produkte
2 €
4% Anteil am Bon
💡–
Entwicklung Durchschnittsbon über 12 Monate
Was heißt das nun?
Ein Durchschnittsbon muss immer in Relation zu anderen Messwerten und Gegebenheiten gesehen werden. Beispielsweise kann es einen erheblichen Unterschied machen, ob man eher ländlich oder städtisch gelegen ist (siehe auch Durchschnittsbon pro Region in der Grafik unten). Auch die Strategie des Geschäfts macht einen großen Unterschied: Die Frage, ob man sich im hochpreisigen oder eher niedrigpreisigen Segment bewegt ist sehr relevant für die Höhe des Durchschnittsbons.
Beispiel für Ableitungen aus dieser Kennzahl:Die Auslastung eines Geschäfts ist sehr hoch. Die Wiederkehrerquote ist sehr hoch und der Durchschnittsbon eher gering in meinem Umfeld. Dann könnte das ein Potential für Preissteigerungen bedeuten.
Wo findet ihr die Kennzahl in studiolution (falls ihr das nutzt)
Der Durchschnittsbon ist bestimmt in eurem Kassensystem drin. Solltet ihr studiolution nutzen, dann geht’s hier lang:
Süd-Westen ist teurer als Nord-Osten… Das hängt mit der Preis-, Infra-, Bevölkerungsstruktur, Kaufkraft, Lebenshaltungskosten, etc. zusammen. Die folgende Karte kann euch ein Gefühl für die Unterschiede geben. Dabei wird nach der PLZ 0 bis 9 unterschieden. Es muss also nicht unbedingt schlimm sein, wenn der Durchschnittsbon bei euch 5 € weniger ist, als woanders. Da ihr die Struktur des Vergleichsgeschäfts nicht kennt, kann es sein, dass ihr sogar mehr verdient… Klar wird das auch, wenn man sich die Schweiz anschauen würde. Die Umsätze sind erheblich höher, als in Deutschland – aber eben auch die Kosten. Deshalb müsst ihr immer verschiedene Kennzahlen berücksichtigen, um ein gutes Bild zu bekommen.
Der durchschnittliche Bon in der Friseur- und Kosmetikbranche bietet wertvolle Einblicke in die Umsatzstruktur der beiden Branchen.
Häufige Fragen zum Durchschnittsbon
Wie viel geben Kunden beim Friseur pro Besuch aus?
Den aktuellen Durchschnittsbon der Branche seht ihr oben auf dieser Seite – getrennt nach Friseur und Kosmetik sowie nach Betriebsgröße, monatlich neu berechnet aus tausenden Kassiervorgängen in Deutschland. Der Wert ist brutto und enthält keine Gutscheine oder Trinkgelder.
Was zählt alles in den Durchschnittsbon rein?
Alle Leistungen und Produktverkäufe eines Kassiervorgangs, brutto. Gutscheinverkäufe und Trinkgelder werden bewusst herausgerechnet, damit die Zahl den echten Umsatz pro Besuch abbildet. Berechnet wird: Summe aller Kassiervorgänge geteilt durch deren Anzahl.
Warum ist der Durchschnittsbon je nach Region unterschiedlich?
Preisniveau, Kaufkraft und Lebenshaltungskosten unterscheiden sich stark – der Süd-Westen Deutschlands liegt deutlich über dem Nord-Osten (siehe Regionenkarte auf dieser Seite). Ein um 5 € niedrigerer Bon als anderswo ist deshalb kein Problem: Wenn eure Kosten ebenfalls niedriger sind, könnt ihr unterm Strich sogar mehr verdienen.
Ist ein hoher Durchschnittsbon automatisch gut?
Nicht zwingend. Ein hoher Bon bei leerem Terminkalender bringt nichts – entscheidend ist die Kombination aus Bon, Umsatz pro Terminstunde und Auslastung. Ein Schnellschnitt-Konzept mit niedrigem Bon und hohem Durchsatz kann wirtschaftlicher sein als ein Premium-Salon mit hohem Bon und wenig Terminen.
Wie kann ich meinen Durchschnittsbon erhöhen?
Die drei größten Hebel: Preise anpassen (besonders wenn Auslastung und Wiederkehrerquote hoch sind – das signalisiert Spielraum), Zusatzleistungen aktiv anbieten (Pflege, Styling, Behandlungs-Upgrades) und Produktverkauf stärken. Wichtig: Preiserhöhungen bei hoher Kundenbindung durchsetzen, nicht aus der Not heraus.
Welchen Anteil machen Produktverkäufe am Bon aus?
Erfahrungsgemäß nur einen kleinen einstelligen Prozentanteil – der Bon besteht fast vollständig aus Dienstleistungen (die aktuelle Aufteilung seht ihr oben auf der Seite). Genau darin liegt für viele Betriebe ungenutztes Potenzial: Wer Produkte aktiv empfiehlt statt nur ins Regal zu stellen, holt hier zusätzlichen Umsatz ohne zusätzliche Terminzeit.